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Kongressnachlese Tag 1: Von der Veränderung literarischer Territorien, dem ›Clash Of Cultures‹ und einem magischen Mayversum

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Das verschleierte Ende der Geschichte – James Mangolds »Logan – The Wolverine«

»Logan – The Wolverine«, der zehnte Teil der X-Men-Filmreihe ist in vielfacher Hinsicht etwas ganz Besonderes. Nicht nur dass das römische X für die Zahl 10 steht und somit auf den zehnten Teil hinweist, sondern dass James Mangolds (*1963) zweite Regiearbeit in der X-Men-Filmreihe auch gleichzeitig ein einzigartiger, brutal-dystopischer Abgesang an den Homo-superior-Mythos ist, der von seinen Hauptdarstellern geradezu »gefeiert« wird. Ob der Stoff allerdings das Zeug zu einer waschechten Apokalypse mit biblischem Subtext hat, wie es der eigens für den Soundtrack ausgewählte Song »The Man Comes Around« von Johnny Cash (1932-2003) aus dem gleichnamigen Album »American IV: The Man Comes Around« (2002) suggeriert, soll im Folgenden einer der Schwerpunkte meiner Betrachtungen sein.



Der Song thematisiert das letzte Buch des Neuen Testaments der christlichen Bibel, die »Geheime Offenbarung des Johannes/Apokalypse« und darin insbesondere die vier »apokalyptischen Reiter« (1. Sieg, Reinheit, G…

Das »ICH« in tausend Gestalten – Philipp Stölzls »Der Phantast oder Leben und Sterben des Dr. Karl May« im Staatsschauspiel Dresden

»Oh, it’s something totally different!«
Der sympathische Albaner mit den markanten Gesichtszügen, der Wollmütze und dem Dreitagebart lacht, als ich ihn nach dem Unterschied zwischen dem soeben gesehenen nagelneuen Theaterstück »Der Phantast oder Leben und Sterben des Dr. Karl May« und den neuen Winnetou-Filmen frage. Und recht hat er. Es ist etwas ganz anderes. Ich habe ihn kurz vorher im Foyer des Staatsschauspiels in Dresden (=> Homepage) gesehen und angesprochen, denn er ist ja seit kurzem kein Unbekannter mehr und seit Weihnachten 2016 in aller Munde: Nik Xhelilaj (*1983), der neue Winnetou. Wir unterhalten uns auf Englisch. Das Deutsch des so smarten und bescheiden auftretenden Stars ist noch nicht so gut. Xhelilaj betont immer wieder, dass er Karl May vorher gar nicht kannte und immer noch nicht wirklich kennt. Er hat in Tirana Schauspiel studiert und in der Türkei in Jugendfilmen und Soaps einige Erfolge verbuchen können. Regisseur Philipp Stölzl (*1967) hat ihn eingela…